MARKTGURU Internationale Weihnachtsbräuche

Weihnachtsbräuche

Weihnachten, das Fest mit vielen verschiedenen Traditionen. 

In Deutschland kennt man es als Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Die Geschenke für die Bescherung bringt bei uns das Christkind oder der Weihnachtsmann. Traditionell wird in Deutschland an Heiligabend eine gefüllte Ente mit Rotkohl und Knödeln gegessen. Aber auch andere Varianten mit Gans, Wild, Fisch oder Pastete können auf dem weihnachtlichen Teller landen.

Doch wie feiern die Menschen in anderen Ländern? Wir haben hier eine kleine Zusammenstellung der schönsten Weihnachtsbräuche rund um den Globus zusammengestellt.

Spanien

Anders als bei uns, bringen hier traditionell die Heiligen Drei Könige am 6. Januar die Geschenke. Wer unartig war, bekommt statt Geschenken nur essbare Kohlestücke. In vielen spanischen Städten wird die Ankunft der Drei Könige in Form eines Umzuges am 5. Januar gefeiert. In den spanischen Haushalten finden sich zwar ebenfalls Krippen, Weihnachtsbäume sind hier jedoch eher die Ausnahme. 

Frankreich

Hier bringt Père Noël die Geschenke in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Er kommt durch den Schornstein und legt seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe. Anders als der klassische amerikanische Santa Claus trägt er ein langes, rotes Gewand mit Zipfelmütze. Die Geschenke trägt er dabei nicht in einem Sack, sondern in einem Korb auf dem Rücken. Eines der traditionellen Festtagsgerichte ist “Dinde aux marons”, ein mit Maronen garnierter Truthahn

USA

Traditionell wird am Morgen des 25. Dezember beschert. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember kommt Santa Claus mit seinem Schlitten. Durch den Kamin kommt er ins Haus. Auf diesem Weg gelangt er zu seinem Ziel: den “Christmas-stockings”, lange Strümpfe, die die Familie am Kamin aufgehängt hat. Zum Aufwärmen werden Santa Claus eine Tasse warme Milch und einige Zuckerstücke für seine Rentiere bereitgestellt. Das Weihnachtsessen besteht meist aus einem Truthahn mit allerlei Beilagen. Eine beliebte Dekoration für den Weihnachtsbaum ist eine grüne Weihnachtsgurke. Die “Christmas Pickle” wird zwischen den Zweigen des Baumes versteckt und am Weihnachtsfest gehen die Gäste dann auf die Suche. Wer den Glasanhänger zuerst findet, erhält eine Belohnung. Diese variiert von Familie zu Familie. 

Polen

In Polen gehören zum Heiligabend die Weihnachtsoblaten. Das sind große eckige Backoblaten, meist mit einem aufgeprägten Bild. Tagsüber wird gefastet, erst abends kommt die Familie zum großen Weihnachtsessen zusammen. Das Festmahl beginnt jedoch immer erst wenn der erste Stern am Himmel aufgegangen ist. Traditionell besteht das Essen aus 12 Gerichten, in Erinnerung an die 12 Apostel. Zudem sollte jeder mindestens ein bisschen von jedem Gericht probieren. An Heiligabend wird meist Fisch gegessen, erst an den darauffolgenden Tagen Ente und Co.  Typisch ist ebenfalls, dass immer ein Gedeck mehr als nötig aufgelegt wird, sollte ein Gast unerwartet kommen. Vor dem Essen werden die Weihnachtsoblaten geteilt und man wünscht sich “Frohe Weihnachten”. Das Teilen ist ein Zeichen dafür, dass die Familie das Leben miteinander teilen will. Zudem ist es eine Geste der Liebe und Versöhnung. Nach dem oft Stunden andauernden Essen ist Bescherung für die Kinder und es werden gemeinsam die weltweit bekannten Weihnachtslieder gesungen. Der Abend endet meist mit einer feierlichen Mitternachtsmesse, zu der die gesamte Familie geht und betet.

Libanon

Wie im Nahen Osten üblich, beginnen auch hier die Weihnachtsvorbereitungen ungefähr zwei Wochen vor Weihnachten. Dann werden Erbsen-, Weizen-, Bohnen- oder Linsensamen in Wattebäuschchen angepflanzt, damit die Setzlinge an Weihnachten bis zu 15 Zentimeter groß sind. Damit werden dann die Krippen  geschmückt. Üblicherweise werden die Grippenfiguren aus braunem Papier hergestellt. Ebenso wenig darf ein Stern über der biblischen Szene fehlen. 

Im Libanon ist Weihnachten nicht nur das Fest der Familie, sondern vor allem eines der Glaubensgemeide. Deshalb werden an den letzten neun Tagen vor Heiligabend spezielle abendliche Predigten gehalten. Auch helfen alle Gemeindemitglieder mit, die Kirche zu schmücken. 

Traditionell besuchen die Menschen im Nahen Osten am Morgen des 25. Dezember ihre Freunde. Dort werden ihnen Kaffee, Liköre, Gebäck  und gesüßte Mandeln angeboten. Am Mittag des 25. Dezember findet dann das wichtigste Festmahl der Weihnachtszeit statt. Hier kommt dann die gesamte Familie, normalerweise im Haus des ältesten Familienmitglieds, zusammen. Zu Essen gibt es häufig Hähnchen mit Reis  sowie Kubbeh, einem Brei aus zerkleinertem und gekochtem Weizen vermischt mit Fleisch, Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Als Nachtisch gibt es natürlich die selbstgebackenen Gebäckspezialitäten. 

Philippinen

Hier beginnt die Weihnachtszeit am 16.12. und dauert bis zum ersten Sonntag im Januar. Am 25.12. beginnt dann das eigentliche Weihnachtsfest mit einer Mitternachtsmesse, gefolgt von einem Buffet mit einer Hühner-Reis-Suppe, Frühlingsrollen, gefüllten Fisch, Schinken, Nudelgerichten und allerlei Früchten. Die Kinder werden von Oma und Opa beschenkt. 

Australien

In Sydney steht der größte Weihnachtsbaum der südlichen Hemisphäre. Die 26 Meter hohe künstliche Konifere wird alljährlich mit 21.000 kleinen Birnchen, 4.000 goldenen Kugeln und 1.500 goldenen und grünen Bändchen  geschmückt). Santa Claus flitzt hier in roten Boxershorts auf Wasserskiern an und fliegt per Helikopter in entfernte Orte. Traditionell wird der Weihnachtstruthahn am liebsten am Strand beim Picknick verzehrt.